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China-Top: Bahnhof in Urumchi: |
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Unsere wohl exotischten Bahnhofserlebnisse hatten wir in Xian und Urumchi: In Xian gingen wir in die Wartehalle unseres Zuges. Sie war schon sehr voll, es gab keine freien Sitzplätze mehr. Wir gingen ein Stück in den Raum hinein, um uns auf den Boden zu setzen. Ausser uns gab es nur ChinesInnen in der Wartehalle - Ausländer fahren wohl eher selten auf dieser Strecke mit dem Zug. Schnell bemerkten uns die ChinesInnen, und alle schauten uns an. Dabei entstand dann folgendes Foto (man beachte: ich habe niemand gebeten in die Kamera zu schauen, die Leute schauten uns einfach die ganze Zeit so an, wie sie hier ins Bild gucken): |
| (c) Foto: Anja Matatko |
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Es gab aber einen Moment, als uns plötzlich keiner mehr anguckte. Unser Zug wurde ausgerufen, und das hiess, dass sich bald daruaf die Tore Richtung Bahnsteig öffnen sollten.
Wir verstanden ja erst wenig von der Ansage, aber später wurde es uns dann klar.
Die Chinesen stürzten sich nach dieser Ansage alle zu den Toren, hieften die Gepäckstücke schon vor Öffnung der Tore obendrüber, und kaum waren die Tore offen
stürmten alle Richtung Bahnsteig. Auf dabei umkippende und halb zertrampelt werdende alte Leute wurde dabei keine Rücksicht genommen. Und wir waren ganz froh, einen Teil des Gepäcks von Peking aus heim geschickt zu haben. Auf dem Bild sieht man ein bisschen von dem Gedränge: |
| (c) Foto: Anja Matatko |
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Wir kamen dann ganz gut am Bahnsteig an, der Zug
war schon gut gefüllt, aber unsere reservierten Plätze machte man uns bereitwillig wieder frei. Und auch für unser Gepäck suchten die hilfsbereiten Chinesen noch ein Plätzchen im überfüllten Zug. Dann begann Veronikas und meine 2-Nächte im hard seater-Fahrt. Ein beeindruckendes Erlebnis, wir fühlten uns immer ein bisschen wie im Zoo.
Die Chinesen begutachten von uns Taschenmesser, Kameras, Veronikas Kontaktlinsen, unsere Schrift. Wir bekamen dann am zweiten Tag, als man sich etwas an uns gewöhnt hatte, ganz viel zu essen.
Und wir brachten einigen ChinesInnen ein vereinfachtes Mau-Mau-Spiel bei. Auf dem Bild sind zwei unserer Mitfahrer zu sehen: |
| (c) Foto: Anja Matatko |
| In Urumchi hatten wir einen Zug in der Nacht, und warteten daher abends, als es noch sehr warm war, draussen am Bahnhof auf einer Treppe. Eine Gruppe Frauen befand sich da in der Nähe. Irgendwann kamen sie dann zu uns, und teilweise umringten uns dann 20 Leute. Die Frauengruppe bestand aus Ugurinnen, einem dort ansässigen Volksstamm. Ich zeigte ihnen meine Bilder aus Trier, und eine der Frauen wollte unbedingt Veronika anfassen und gar nicht mehr loslassen. |
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| (c) Foto: Helmut Uttenthaler |